2012 | Schuld | 2. Sternennacht | 4:13

Fahl der Mond, kühl die Nacht
wenn im Schatten erwacht
was nur neidet dein Licht.
Ergib dich nicht!

Zerrissene Seelen,
die nur quälen,
um nicht nur Schatten zu sein.
sie wispern verborgen,
scheuen den Morgen,
denn tiefrot anklagend sein Schein.
Er zeigt blasse Hüllen,
die sich nie mit  Feuer füllen,
wenn der Frost ihr Beschützer bleibt.

Das  Licht flackert einsam,
Wolken gemeinsam
verdunkeln den friedvollen Stern.
Sie würgen, ersticken
mit schmähend‘ Blicken
mit Fäusten sie streicheln dich gern.
Der Wind spielt mit Zweigen,
die Vögel lieber schweigen,
Helfer sind nah und bleiben fern.
Fahl der Mond, kühl die Nacht
wenn im Schatten erwacht
was nur neidet dein Licht.
Ergib dich nicht!

Gedanken rasen,
höhnisches Lachen
lieblich hallt durch die Nacht.
Zeit wird  vergehen
Eh sie verstehen,
dass es über sie nur selber lacht.
Bis zur Dämm‘rung
halte durch mein  Stern
bis die Schatten verwehen ganz sacht. (Gib auf dich Acht)

Führe sie
schweigend
bis das Licht
auch sie erreicht.
Lächle, dann
heilt sie dein Schein.

Fahl der Mond, kühl die Nacht
wenn im Schatten erwacht
was nur neidet dein Licht.
Ergib dich nicht!
Ergib dich nicht!
Ergib dich nicht!