2015 | In Deep Waters | 11. Papa | 5:03

Papa, hörst du mich, dein kleines Mädchen?
Weißt du noch, als du mich getragen hast?
Ich spielte mit der Wellen weißem Kronenkamm
und du hast herzlich voller Glück mit mir gelacht.

Papa, hörst du mich, dein kleines Mädchen?
Kennst du all die Burgen noch am Meer?
Du zeigtest mir, wie man den Sand zu Türmen formt,
doch sind die Mauern schon so lange fortgespült.

Ich bin nun groß, doch baue ich heut‘ noch aus Sand,
die Träume, die ich damals auch bei dir noch fand.

Ich weiß, es fällt dir schwer zu verstehen,
welchen Weg ich gegangen bin.
Doch genauso schmerzt es mich zu seh’n,
wie dieser Weg dein Lachen zwang fortzugeh’n.
Papa, hörst du mich, dein kleines Mädchen?
Glaube mir, ich komme schon zurecht.
Ich bin nicht reich und leb‘ bescheiden,
doch es geht mir ganz und gar nicht schlecht.

Denn ich verfolge meine Träume,
will sie niemals schwinden seh’n.
Das bedeutet, auch mal abseits fester Straßen
in die Zukunft zu geh’n.

Ich weiß, es fällt dir schwer zu verstehen,
welchen Weg ich gegangen bin.
Doch genauso schmerzt es mich zu seh’n,
wie dieser Weg dein Lachen zwang fortzugeh’n.

Papa, hörst du mich, dein kleines Mädchen?
Ich will meinen Helden wiederseh’n!
Er hat an mich und meine Träume geglaubt
und sich nicht immer nur Sorgen gemacht.