02.10.2013 | Zurück zu den Wurzeln - Konzert in der Villa Leipzig

Frank mit der von Lisa gebauten Krone

Ach ja, die Villa - da werden Erinnerungen wach. Hier standen wir schon bei unserem ersten Auftritt in Leipzig und wir fühlten uns irgendwie zuhause, als wir den Keller betraten. Und es war schließlich auch nicht der erste Konzertabend hier, an dem wir zwei Bands mit Damen am Mikro zu Gast hatten, auch wenn unsere Gäste dieses Mal natürlich Andere waren. Außerdem ist seitdem unser Team gewachsen: Mit Anna als weltbeste Merchfee und Gandalf als Lichtzauberer konnte eigentlich nichts mehr schief gehen.

Nach dem üblichen Prozedere von Aufbau bis Soundcheck öffneten sich die Türen für das geneigte Publikum und der Abend nahm seinen Lauf. Zunächst lauschten wir Morlas Enigma, die es verstanden, die Audienz aufzuheizen und Leandra sorgte mit ihrer gut geführten, klassischen Stimme gleich für die perfekte Einstimmung auf das, was da noch kommen sollte. Xiphea folgte und bildete stimmlich mit der rockigeren Note einen schönen Kontrast, während sie uns Ausschnitte aus ihrem musikalischen Märchen präsentierten. Auf goldene Masken folgte bei uns dann schließlich eine goldene Krone: Zu unserem „König der Welt“ gab’s eine Requisitenpremiere auf der Bühne. Lisa hatte ihr Bastelgeschick zugunsten von Franks neuem Kopfputz bewiesen und ein wenig zu Posen gehörte ja schon immer zu Franks Lieblingsdisziplinen. Offensichtlich fühlte sich seine Gitarre zurückgesetzt – und gab ihren Unmut mit einer gerissenen Saite zu erkennen, das erste Mal überhaupt in ihrer Lebenszeit. Zeit zum Schmollen hatte sie dann freilich auf der Ersatzbank: Schon nach wenigen Takten war Frank wieder zu hören – mit seiner vorsorglich bereit gestellten Ersatzgitarre. Für besondere Akzente an diesem Abend sorgte auch Gandalf – wir hatten ihn als Techniker auf dem WGT in der Sixtina kennengelernt und prompt für diesen Abend am Lichtpult rekrutiert. Es war wirklich erstaunlich, was es dort an Atmosphäre zauberte. An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank dafür!

Erkenntnisse des Abends:

  • Wir brauchen zusätzlich eine Hängekonstruktion fürs Pianobanner, unser Aufsteller hätte in der Luft geschwebt und Gaffa+Piano sind einfach keine bleibende Verbindung.
  • Flackerlicht + auf die Tasten gucken funktioniert nicht – ich war auf der Bühne noch nie so orientierungslos, wo genau ich eigentlich gerade meine Hände habe.
  • Frank ist ein Dickschädel. Zumindest ist seine Krone sonst allen Bandmitgliedern zu groß.
  • Seit unserem letzten Auftritt an diesem Ort hat sich bei uns schon viel getan. Damals war noch alles neu und ungewohnt, jetzt fühlten wir uns wie alte Hasen. Alt im Sinne von routiniert, nicht eingerostet!


Wir haben ein großartiges Publikum und einen stimmungsvollen Abend genossen. Im Verhältnis zum M’Era Luna klein, aber fein und mit Charme!