05.11.2013 | Stürmischer Herbst – Konzerte und Gewerkel hinter den Kulissen

Wo ist denn nur der Oktober hin? Plötzlich war er einfach um. Dabei gab es hinter den Kulissen so einiges zu tun. Zunächst werkelten wir emsig an unserer Technik. Ein In Ear System muss her – und nach einigen Absprachen hatten wir es dann auch schließlich konfiguriert. Aber einmal mehr steckte der Teufel leider im Detail. Franks Gitarrenamp zeigte sich von seiner divenhaften Seite und bekundete mit lautem Brummen seinen Unmut über die neue Konfiguration. Stundenlang suchten wir den Fehler – es war einfach zum Auswachsen. Und so musste die In Ear-Premiere leider doch noch ein wenig warten ...

molllust spielt Echtwelt-Tetris

Zunächst einmal ging es nach Rostock. Voller Vorfreude auf den nördlichsten Gig des Jahres beluden wir das Auto – und stellten fest, dass wir durchaus sportlich geplant hatten. Nach einer Meisterleistung im Echtwelt-Tetris und nachdem jeder mehr oder weniger bequem noch irgendwie in unserem kleinen Bandbus Platz gefunden hatte, ging es los. Weit kamen wir allerdings nicht. Johannes und Lisa testeten gerade aus, wie man Sandrine am besten mit ihren Haaren am Sitz festflechtet, als uns der Veranstalter anrief und uns mitteilte, dass das Konzert kurzfristig abgesagt werden müsste. Wir blickten reichlich bedröppelt drein und fuhren auf die nächste Autobahnraststätte um zu beratschlagen, was wir denn nun anstellen wollten. Da wir eh schon so gut wie dort waren, wurde schließlich ein kleiner Ausflug nach Berlin daraus. So ganz ohne Musik wollten wir den Tag dann aber doch nicht verstreichen lassen: Also stürmten wir das nächste Musikhaus und testeten diverse Instrumente in einer spontanen molllust-Jamsession. Zumindest war danach unsere Laune nicht mehr ganz so im Keller.

Auch beim Putzen zeigen unsere Damen Stil!

Und dann war es auch schon November, und das hieß: FMC-Tour. Also auf nach Chemnitz! Und im Chemnitz schien irgendwie alles überschaubar zu sein. Die Bühnengröße, die technischen Möglichkeiten vor Ort und auch die Außentemperatur… Wir machten das Beste draus und tobten uns auf der Bühne kräftig aus. Sandrine war sogar so stürmisch, dass sie Metal-Attitüde zeigte und gleich auch noch eine halbvolle Bierflasche beim Aufbau zertrümmerte, deren Inhalt sich prompt im Lagerraum der Instrumente verteilte. Das sollte natürlich behoben werden: Also forderte ich entsprechendes Reinigungszeug an. Das Gelächter war groß, als ich, noch im Ballkleid, gerade mit einigen Gästen plauderte und mir das Thekenpersonal einen alten Schrubber in die Hand drückte. Extra für euch hat Tommaso das dann auch gleich in einem Schnappschuss festgehalten!

Der Blick von Sebastians Königreich auf die Bühne

Nach einer eher kurzen Nacht ging’s dann gleich wieder auf die Bühne: Nach Leipzig. Diesmal hieß es: große Bühne, großer Saal, gute Technik, und entsprechend gut gelaunt starteten wir in den Soundcheck. Dass irgendwas an den Mikros nicht so wollte, wie es sollte, nutzten Frank und ich für eine Spontaneinlage aus Rappen, Reimen und kitschige gute-Laune-Musik-Singen. Und das Gelächter der Anwesenden animierte dann schließlich auch die Technik, sich uns wieder gnädig zu zeigen. Nachdem wir Frank für eine kurze Showeinlage an unloved verborgt hatten (MEHR Gitarre!) und er damit das Publikum zunächst überraschte („Höh, ist das Frank??? Aber das ist doch gar nicht molllust…“), hieß es auch für uns: Showtime! Die Bühne in der Halle 5 machte wirklich Spaß! Umgeräumte Monitorboxen ermöglichten einen kleinen Laufsteg vor das Piano, und so konnten wir spontan unsere Bühnenshow erweitern. Das Publikum war gut drauf, das Licht stimmungsvoll und wir ganz in unserem Element – so macht das Konzerte spielen Spaß! Da durfte auch die lautstark eingeforderte Zugabe nicht fehlen.

Jetzt freuen wir uns bereits auf die Fortsetzung am Donnerstag in Dresden!