15.03.2013 | Viele Gäste für das Release

Momentan ist molllust so gut wie in den Proberaum eingezogen. Fast jeden Abend finden wir uns zusammen, um für das Konzert am 17.03. zu proben. Das liegt vor allem daran, dass wir das Konzert nicht alleine bestreiten werden, sondern mit zahlreichen Gästen.

Die Vorbereitung begann bereits im Januar. Ich besuchte den Sonora Chor, um uns und unsere Musik vorzustellen und unser Vorhaben zu erläutern. In den nächsten Wochen wurde fleißig gesungen und unsere Backingvocals einstudiert.

Unterdessen rekrutierten wir unsere zusätzlichen Streicher. Ab Ende Februar stieß Luisa, unsere Bach-Violine, zu unseren Proben hinzu. Eine erste akustische Ahnung davon, was da kommen sollte, bekamen wir bereits durch das Zusammenspiel der beiden Violinen und wir konnten es kaum erwarten, all unsere musikalischen Gäste zu hören. Die erste Gelegenheit dazu gab es gleich am 01.03.: Celloprobe, das bedeutete drei Celli und ich alleine im Proberaum, um von Bogenführung bis musikalischer Gestaltung alles durchzusprechen. Die Probe begann im Chaos – erst habe ich doppelt so lange gebraucht wie geplant, um alle einzusammeln, weil ich mal wieder neue dank Baustellen gesperrte Straßen in Leipzig kennen lernte. Dann hatten weder Frank noch ich daran gedacht, dass der Proberaumschlüssel bei mir besser aufgehoben gewesen wäre, wenn er bei der Probe nicht dabei ist – und so hieß es: Schlüssel einsammeln fahren. Und schließlich begrüßte uns zu allem Überfluss auch noch eine defekte Stromleiste, so dass wir improvisieren mussten, um Licht und Piano anzubekommen. Doch dann war konzentriertes Arbeiten angesagt – und am Ende der Probe hatten wir schließlich musikalisch abgestimmte Celli, die schön parallel die Saiten strichen und dazu mich in einem euphorischen Zustand.

Als wir dann am Dienstag die Streicher mit der kompletten Band zusammenbrachten, wurde es langsam kuschelig in unserem Proberaum – so viele Musiker auf einem Haufen waren wir noch nie. Aber der Klang... hach… es ist eine Sache, ihn sich beim Komponieren vorzustellen, aber das dann live zu erleben – einfach toll. Und dabei war noch nicht einmal der Chor mit dabei. Dieser folgte stattdessen eine Probe später – ohne die zusätzlichen Streicher, alle zusammen passen wir nicht in unseren Proberaum. Zunächst galt es ein paar Startschwierigkeiten zu beheben, schließlich bekommt ein Chor nicht jeden Tag verzerrte Gitarren und Schlagzeug um die Ohren gebraten, da galt es sich erst einmal zu orientieren. Doch auch das bekamen wir mit weiterer Probearbeit in den Griff. Heute gibt’s noch einmal eine reine Violinenprobe, da die dritte Geige im Bunde schließlich auch integriert werden will – und morgen dann Generalprobe. Wir können es bereits kaum erwarten, das Gesamtergebnis am Sonntag in der naTo zu präsentieren. Ganz nebenbei werkeln wir auch noch an unserer Bühnendekoration herum – bei uns herrscht also extrem geschäftiges Treiben. Auf ein großartiges Konzert am Sonntag!

Erkenntnisse der Proben:

  • Cello-Maximalbeladung unseres Autos = 3
  • Musiker + Kekse = glückliche Musiker
  • Janika + Mikrofonkabel = fliegende Sängerin
  • „FIIIIIEP“ – Arg, welches Mikro war das???
  • „Esther wird genauso blau wie Georg“
  • Janika: „Hannas Cello ist ein Mädchen, das hat einen roten Kasten, Georgs ist ein Junge, das hat einen blauen.“ Hanna: „ROT, nicht ROSA!“
  • Violins? VIOLENCE!!!