16.10.2012 | ... und wieder ins Studio: Bach!

Gerade erst ist das Album erhältlich, schon stecken wir wieder im Studio. Warum? Weil wir unser Bach-Projekt festhalten wollen. Spätestens zum Preisträgerkonzert soll das gute Stück fertig sein und die Erfahrung lehrt uns: Lieber früher als später damit anfangen, damit auch alles beizeiten fertig wird.

Im Verhältnis zum Album war das Recording ein Wimpernschlag. Nicht nur, weil die EP mit ihren vier Stücken einen deutlich geringeren Umfang hat. Sondern auch, weil wir nun mit Andy bereits ein eingespieltes Team waren und gleich von vornherein die eine oder andere Hürde umschiffen konnten und damit Zeit sparten. Dieses Mal begannen wir mit dem Schlagzeug - Frank und Tommaso und ich zogen gemeinschaftlich ins Studio ein und spielten die Songs zusammen, allerdings waren nur die Schlagzeugmikrofone scharf. Klicktracks wurden schnell zusammengebaut, Tommaso trommelte präzise und gefühlvoll zugleich - und bescherte uns einen gut gelaunten Andy mit einem freien Tag mehr als geplant. Das Klavier schloss sich an und fügte sich geschwind dazu. Auch die Gitarre war fix eingerockt. In relaxter Atmosphäre, aber dennoch hochkonzentriert, nahm das Ganze ziemlich schnell Gestalt an und auch die restlichen Instrumente sowie die Stimme ließen nicht lang auf sich warten. Wir zitterten ein wenig, dass ich auch singen konnte, da mich eine Erkältung versuchte anzuspringen - aber der Kampf wurde mit viel Schlaf, Tee, Medizin, Dauerschaltragen und einer riesigen Portion Willenskraft schließlich erfolgreich ausgefochten. Soundtechnisch wird Bach luftiger und ein wenig altertümlicher daherkommen als das Debüt - wir sind schon jetzt begeistert von den Zwischenständen des Mixes.

Auch am Coverartwork wird bereits emsig gewerkelt. Ivo von der Ungestalt als unser Designer und ich steckten die Köpfe zusammen und schließlich stand ein Entwurf. So viel sei verraten: Es würde einmal mehr Fotomaterial gebraucht werden. Also kontaktierten wir unseren uns liebgewordenen Stammfotografen Frank Helbig, um erneut seine Künste zu beanspruchen.

Fazit des Shootings:
 - hellgelb = weiß.
 - Ernst gucken sieht besser aus, wenn man dabei sehr dezent lächelt.
 - Regen = doof. Dunkelheit = doofer. Bäume und Podeste = Feindbilder bei der Bachablichtung.
 - Was Janika als Banane mit Ornamenten bezeichnet, nennt Frank: abgehackt aussehender Kopf mit Kekskringeln.
 - weißer Regenschirm = Beleuchtungshilfe. schwarzer Regenschirm = Feuchtigkeitsschutz.

Jetzt gilt es, aus dem Material das Endergebnis zu zaubern. Wir können es kaum erwarten! Die Zwischenzeit vertreiben wir uns mit:
 - Albumpromotion. Die Welt soll schließlich davon erfahren, dass molllust "Schuld" herausgebracht hat.
 - Booking. Wir wollen schließlich noch einige Konzerte spielen.
 - dann war da ja noch was mit Website überarbeiten...
 - und natürlich: proben, proben, proben... es gibt immer etwas zu verbessern!

Kurzum: Irgendwie ist unsere to do-list ein Perpetuum mobile. Immer, wenn ein Haken an einen Punkt kommt, taucht von selbst ein neuer Punkt auf der Liste auf. Frustrierend, aber wir lassen uns nicht unterkriegen!