18.06.2013 | Viel Sonne und noch mehr Spaß – Bachfest 2013

molllust auf dem Leipziger Marktplatz 2013

Hach – was für ein Konzert. Wir haben es in vollen Zügen genossen. Danke Welt!

Irgendwie stimmte einfach alles. Bei strahlendem Sonnenschein bauten wir gemütlich zum Soundcheck auf und genossen den ungewohnten Freiraum. Die Bühne war einfach riesengroß! Dazu kam eine absolut professionelle und eingespielte Technik-Crew, die Verkabelung und Soundcheck geradezu in Lichtgeschwindigkeit absolvierte. Wir hatten plötzlich ganz neue Luxusprobleme: Unsere größten Sorgen waren, dass die Kabel zu kurz waren, um uns gegenseitig auf der Bühne zu besuchen, die schwarzen Tasten in der Sonne heiß wurden und man sich die Nase beim Auftritt verbrennen könnte. Schon beim Soundcheck sammelte sich eine neugierige Zuhörerschaft – und zum Auftritt wurden es noch deutlich mehr. Während der hintere Teil des Marktplatzes mit Bänken bestückt und diese wiederum mit diversen etwas betagteren Gästen besetzt waren, füllte sich die vordere Hälfte mit unserem Konzertbeginn durch primär jüngere Gesichter. Und natürlich völlig unerwartet dominierte die Farbe schwarz hier wiederum die Kleidung, während die allerjüngsten Gäste am Merchandising-Stand Kekse erbettelten.

Die Stimmung war traumhaft, unser Bühnensound erste Sahne und wir fühlten uns schon ein bisschen wie große Stars, als die drei Fernsehkameras unseren Auftritt dokumentierten und in Großaufnahme auf die haushohe Leinwand übertrugen. Ganz ohne Pannen ging es dann aber doch nicht: Lisa war ein wenig zu schwungvoll beim Aufstehen in „Aus Liebe will mein Heiland sterben“ und riss prompt dabei ihr Kabel aus dem Tonabnehmer. Jedoch ließ es sich zum Glück einfach wieder anstecken. Kurz darauf schepperte es verdächtig laut hinter mir: Ein Becken hatte sich in Szene gesetzt und war vom Drumpodest gesegelt. Doch da alle Instrumente weiterspielten, hatte es offenkundig weder Tommaso noch Johannes erschlagen, und so ging es einfach ohne Unterbrechung weiter. Die Technik-Crew war zudem sofort zur Stelle und fixierte mit haufenweise Gaffa alle möglichen Schlagzeugteile, um sie an einer Nachahmungstat zu hindern.

Aus unserem Besuch am Merch-Stand wurde im Anschluss schließlich noch eine kleine Autogrammstunde. Allein beim Gedanken an den Tag schleicht sich ganz automatisch immer wieder ein breites Lächeln in mein Gesicht – was für ein wundervoller Tag!