31.12.2012 | Jahresrückblick

Erstaunlich – schon wieder ist ein Jahr um und damit die Zeit gekommen, Bilanz zu ziehen. Was haben wir erreicht, was hätten wir uns anders vorgestellt?

Insgesamt war das Jahr für uns erfolgreich: Wir haben wie geplant unser Debütalbum veröffentlicht, wenn auch etwas später als ursprünglich angenommen. Wir waren uns nicht sicher, wie die Welt auf unsere Musik reagieren würde. Umso glücklicher sind wir, dass das Feedback fast durchweg ein Positives ist. Wir haben Reviews aus aller Welt bekommen, die uns und unser Werk in höchsten Tönen loben – und darauf sind wir mächtig stolz. Und dann wäre da ja auch noch das Bach-Projekt, welches wir recht kurzfristig mit in den Terminplan geschoben hatten und das ebenso von Erfolg gekrönt wurde. Der Sieg bei den BachSpielen war für uns ein bedeutender Schritt nach vorne, als Musiker ernst genommen zu werden. Wir sind schon gespannt auf die Reaktionen zur zugehörigen CD, die sich bereits im Presswerk befindet und gleich zu Beginn des neuen Jahres bei uns eintrudeln wird. Was die Promotion anbelangt, konnten wir uns durch die Zusammenarbeit mit Markus Eck (Metalmessage) deutlich professionalisieren, mehr sogar, als wir uns erhofft hatten. Einen nicht unerheblichen Anteil daran hat auch Frank Helbig, der uns mit seinen Fotokünsten unfassbar genial in Szene setzt. Wir sind überglücklich, solche tollen Partner gefunden zu haben!

Kommen wir zu dem, was uns noch nicht so gut gelungen ist wie erhofft. Das ist unsere Live-Tätigkeit. Auch hier gab es zweifellos Highlights, etwa das wundervolle Supportkonzert für Coppelius. Allerdings hätten wir uns mehr Konzerte gewünscht, vor allem in der zweiten Jahreshälfte. Und auch unser Plan für nächstes Jahr ist noch lange nicht so voll, wie wir das gerne hätten. Das hängt mit verschiedenen Dingen zusammen. Zum Einen, dass ich durch unsere Besetzungswechsel und die zwei Studioeinspielungen deutlich weniger Zeit als gedacht für das Booking übrig hatte. Zum Anderen, weil sich das Booken als eine extreme Sysiphosarbeit herausgestellt hat. Hier passen wir nicht auf die Bühne, da finden die Veranstalter unsere Musik zu speziell, um sie mit anderen Acts zusammenzustellen – unsere Niesche bietet uns Chancen, macht uns den Alltag aber nicht unbedingt leichter. Im nächsten Jahr bekommen wir hier Hilfe: Wir haben einen Vertrag mit einer Bookingagentur unterschrieben und hoffen, dass das unsere Live-Tätigkeit auf ein neues Level heben kann. Und dann wäre da noch der Bandkontostand – die Studioaufnahmen und die Promotionarbeit waren nicht ganz billig und die Konzertgagen im Gegenzug noch äußerst übersichtlich. Ein Verhältnis, was wir hoffen in Zukunft zu unseren Gunsten verbessern zu können. Es tut mir in der Seele weh, meinen Musikern keine Gage zahlen zu können und selber dafür jobben zu müssen, um das Projekt überhaupt zu realisieren – und dann wiederum eigentlich zu wenig Zeit dafür zu haben. Ich träume auch davon, größere Besetzungen einzubinden – aber das wird sich aus finanzieller Sicht nur begrenzt realisieren lassen.

Pläne für das neue Jahr:

  • Endlich ein vernünftiges Live-Video produzieren
  • Bach con fuoco veröffentlichen und promoten
  • dieses Jahr wirklich mindestens 20 Konzerte spielen
  • idealerweise auch ein Musikvideo produzieren
  • Webseiten-Relaunch zu Ende bringen
  • Bühnentechnik optimieren und damit unsere Live-Auftritte besser ausgestalten

Wir möchten diese Stelle auch nutzen, Danke zu sagen. Danke an die großartigen Menschen, ohne die wir so weit niemals gekommen wären. Neben Markus und Frank hat insbesondere Andy Schmidt mit der Aufnahme und dem Mix unserer beiden CDs einfach unglaublich großartige Arbeit geleistet. Wir können und wollen uns gar nicht vorstellen, wie “Schuld” und “Bach con fuoco” ohne ihn geklungen hätten. Und wer weiß, ob “Schuld” mit so offenen Armen aufgenommen worden wäre, wenn Ivo Zibulla nicht für eine würdige Verpackung mit dem Design des Artworks gesorgt hätte. Vielen, vielen Dank dafür!

Ein weiterer Dank geht an alle, die uns indirekt unterstützt haben: nämlich mit ihrer Begeisterung an unserer Musik und ihrem Zuspruch. Eine besondere Freude haben uns hier die Juroren der BachSpiele sowie die teils äußerst detailreich und fachkundig schreibenden Reviewer unseres Album gemacht. Doch ebenso alle Fans, die uns auf ganz unterschiedliche Art und Weise ihre Freude an unserer Musik zeigten. Das hat uns ungemein motiviert!

Wir wünschen allen, die unser molllust-Universum mitgestalten, mitverfolgen oder einfach nur zu schätzen wissen einen guten Start in ein neues Jahr voller Herausforderungen und Chancen! Ihr werdet von uns hören, versprochen!