19.04.2015 | Konzerte und Studiofinale

Nachdem unser Album fertig gemixt war, stand nun das Kapitel "Mastering" auf dem Programm. Auch hier wollten wir keine Kompromisse machen, daher ging unsere Musik auf Reisen: Und zwar nach Schweden. Im Cuttingroom sollten unsere Werke klangveredelt werden. Nachdem wir zwei Songs zum Testmastern in den Norden geschickt hatten, bastelte Andy erneut am Mix herum und optimierte ihn noch ein klein wenig, um das Ergebnis am Ende so perfekt wie möglich klingen zu lassen. Daher verschob sich das Mastering auf April.

Die Ruhe vor dem Sturm - mit unserer Mercherin Anna.

In der Zwischenzeit wurde es höchste Zeit, sich einmal wieder auf einer Bühne blicken zu lassen: Bei eisigen Temperaturen in Bitterfeld. Mit dabei war zum ersten Mal auch unseren Interimsbassist Simon. Außerdem waren sowohl Luisa als auch Sandrine mit von der Partie und leiteten damit die Ära der Zweigeigigkeit bei molllust auch live ein. Dementsprechend gab es natürlich viel zu proben und wir waren selbst gespannt auf das Konzert. Und das fetzte! Wir hatten unseren Spaß auf der Bühne, doch es gab einen kleinen Wehmutstropfen: Einen starken Schneesturm. Dieser sorgte dafür, dass der eine oder andere Konzertbesucher doch lieber daheim blieb und bescherte uns im Anschluss an das Konzert auch eine äußerst mühsame Rückfahrt. Und ich als die Königin der Frostbeulen hatte ganz besonderen Spaß daran, frierend und bibbernd früh morgens um 5 den Bus auszuladen. Aber was tut man nicht alles für die Musik!

Mach mir das Haar!

Als nächstes stand Leipzig auf dem Konzertplan: Frank hatte auch in diesem Jahr die Ehre, ein Geburtstagskonzert zu spielen. Ins Bandhaus war es von unserem Proberaum aus auch nicht allzu weit - zu unserem Glück. Denn unser Bandbus weigerte sich hartnäckig anzuspringen. Auch unsere Versuche, ihm mit unserem Auto Starthilfe zu geben, blieben erfolglos. Also mussten wir spontan improvisieren: Wir fuhren mit dem PKW mehrfach zwischen Proberaum und Location hin und her, um Instrumente und Technik nunmehr in Etappen herbeizuschaffen. Es begrüßte uns organisatorisches Chaos: Die Band, welche diesen Abend organisiert hatte, war nicht erschienen und hatte offensichtlich überschaubare Absprachen mit dem Veranstalter getroffen. Ich musste also kurzerhand vor Ort versuchen, aus allgemeiner Planlosigkeit einen reibungslosen Abendablauf zu machen. Und so düste ich geschäftig zwischen Geburtstagskuchen, Veranstaltern und Bands hin und her und kreierte nebenbei die Frisuren meiner Bandmitglieder. Ganz schön stressig! Doch kein Hindernis für einen schönen Konzertabend, erst recht nicht, weil es auch noch einen Geburtstag zu feiern gab! Außerdem ließ das tolle, äußerst liebevoll zubereitete Catering des Bandhauses schnell die kleinen Ärgernisse vergessen. Doch wir waren ja nicht nur zum Essen da. Nachdem unloved Frank bereits ein Lied gewidmet hatten, gab es bei unserem Konzert eine König der Welt-special-version: Anstelle des Klaviersolos wurde der Song kurzerhand zu einem Ständchen für Frank umgebaut. Nach dem Konzert mussten Instrumente und Technik wieder in mehreren Fahrten zum Proberaum zurückgebracht werden. Aber mit Geburtstagskuchen als Wegzehrung war das Hin- und Hergefahre auch nur noch halb so schlimm. Trotz der Widrigkeiten war es also ein absolut gelungener Abend!

Und plötzlich war es dann auch schon April. Nachdem wir gefühlte 100 Mixversionen gegengehört hatten, ging es nun in den Endspurt. Wir saßen gespannt vor dem Rechner und warteten auf Nachrichten aus Schweden. Jeder Song wanderte einzeln nach seiner Fertigstellung zu uns, wir hörten ihn gegen, gaben Feedback. Und wir fieberten jedem Einzelnen entgegen. Was für ein fetter Sound! Unser Album klang zuvor schon großartig, doch nun kam noch ein I-Tüpfelchen obendrauf! Nach drei Tagen war schließlich der Spuk vorbei und alle Songs lagen fertig bei uns. Was für ein wahnsinnig tolles Gefühl, dass nun wirklich alles fertig war! Wahrlich ein Grund zu feiern.

Doch allzu viel Zeit blieb uns dafür nicht, denn es wartete bereits die nächste Herausforderung: Projekt Akustikset.