23.02.2014 | Mit Vollgas ins neue Jahr

Wir haben uns für das neue Jahr so einiges vorgenommen – daher ging es auch gleich geschäftig los. Erst einmal malte ich einen schwarzen Kuller nach dem nächsten: Die Songs für das nächste Album wollen schließlich fertig geschrieben werden. Woraus dann wiederum zahllose Übungsstunden für alle erwuchsen. Gemeinsam geprobt wurde natürlich auch: Neben den wöchentlichen Proben in der gewohnten Sechser-Besetzung gab es auch zwei besondere Wochenenden. An diesen stieß Luisa mit ihrer Violine hinzu. Da wir zwei Violinen haben, wäre es doch schade, wenn immer nur eine der beiden mit uns spielen kann. Also nutzte ich die Gunst der Stunde und schrieb kurzerhand gleich zwei Violinenstimmen für die meisten Stücke, die auf das neue Album kommen sollen. Es erweitert die musikalischen Möglichkeiten – und klingt einfach gut!

An den Samstagen ließen wir zunächst die Jungs daheim und trafen uns zu einer gemütlichen, akustischen Klassik-Damenrunde. Alle von uns genossen es sehr, auch einmal wieder ohne die ganze Verstärkung und Technik dem Klang unserer Instrumente lauschen zu können und arbeiteten konzentriert an der musikalischen Ausgestaltung der klassischen Passagen. Wirklich spannend, wie die Stücke in dieser Zusammensetzung klangen. Aber natürlich gehörten zu so einem Weibertag auch ein paar entspannte Quasselpausen. Wenn man schon seinen kompletten Samstag im Proberaum verbringt, muss auch dafür mal Zeit sein! Sonntags durften die Herren dann wieder mitspielen und wir bauten alles zusammen. Es war noch nicht alles perfekt, klang aber schon sehr vielversprechend!

Und dann habe ich mich noch für eine Woche ausgeklinkt – und ich hatte einen guten Grund dafür! Haggard rief mit 70.000 tons of metal, und wer lässt sich so eine Kreuzfahrt in der Karibik schon entgehen! Also flog ich nach Miami, um mit dem riesigen Dampfer in See zu stechen. Was soll ich sagen? Dem Winter kurzzeitig zu entkommen und Sonne zu tanken tat gut. Dort auf den Bühnen zu stehen war großartig, auch wenn es ein wenig ungewohnt ist, dass der Boden unter einem schwankt. Und sich einfach mal entspannt mit den Musikern der anderen Bands unterhalten zu können, habe ich auch sehr genossen. Wirklich ein einmaliges, spezielles und tolles Erlebnis!

Janika on stage mit Haggard auf dem Pooldeck (Foto by Michael Jagla)
Frank mit neuer Lieblingsgitarre

Aber zurück zu molllust. Eindeutig eine Nummer kleiner war im Vergleich das Rock Arts Festival, zu dem wir geladen waren. Da dort mehr ein Rock- als ein Klassikpublikum war packten wir auch den rockigeren Teil unseres Repertoires aus – und tobten dort kräftig über die Bühne. Anschließend genossen wir ein großartiges Nachtquartier. Von liebevoll beschilderten Türen bis zu einem opulenten Frühstück wurde wirklich an alles gedacht. Sogar an Gitarristen, deren Gitarren ganz unten im Bandbus liegen und die trotzdem zum Frühstück klampfen müssen ... Der Wahnsinn!

Doch jetzt heißt es weiter am neuen Album werkeln. Bald ist Preproduction!