25.06.2015 | Projekt Akustikset

Foto: Schwarze Presse

Der Mai begann für uns abermals mit einem Konzert, diesmal als Support der Berliner Band Coppelius. Und einmal mehr gab es eine Premiere: Unsere neuen Bühnenkleider feierten ihren ersten Bühnenauftritt! Wir hatten in letzter Zeit Andreas Trommler immer mal wieder einen Besuch abgestattet, um den edlen Roben den letzten Schliff zu verpassen. Jetzt war es endlich soweit: Wir konnten sie das erste Mal auf der Bühne ausführen. Vor vollem Haus machte dies auch gleich doppelt Spaß! An dieser Stelle kann ich eigentlich nur schreiben: Geiles Konzert! Es passt einfach alles.

Foto: Colleen Nichols

In der Zwischenzeit hatte ich mich bereits daran gemacht, viele unserer Stücke auf eine Akustikversion umzuschreiben. Einmal mehr war geplant, das Bachfest mit unserer Musik heimzusuchen, doch diesmal wollten wir etwas Neues machen. Für die Bahnhofsbühne bot sich das Akustikset perfekt an. Dafür hatten wir statt dem E-Bass einen Kontrabass eingeplant. Carsten von Lambda sollte ihn spielen, er hatte ja auch bereits im Studio den Kontrabass für das neue Album eingespielt. Aus dem entspannten Probeplan wurde dann aber plötzlich eine ziemliche Hauruck-Aktion: Knapp zwei Wochen vor dem WGT kontaktierte uns die Sixtina, ob wir nicht zum WGT für eine Band, die kurzfristig abgesagt hatte, einspringen könnten. Tom war am WGT-Wochenende jedoch in Italien und Metal ohne Schlagzeug ist wie ein Tiger ohne Zähne - also beschlossen wir, die Premiere unseres Akustiksets vorzuziehen. Da Frank und ich am Wochenende vor dem WGT auch noch mit Haggard auf Tour waren, konnten wir erst in der Woche direkt vor dem WGT proben. Und das taten wir dann auch wie die Verrückten: Am Tag vor unserem Auftritt noch bis spät in die Nacht und am nächsten Morgen gleich weiter. Die letzten Töne wurden noch im Backstage während die Band vor uns spielte, ausgefeilt, um das Ganze bestmöglich zu präsentieren. Und so ging es ein wenig übermüdet, aber gut gelaunt auf die uns schon bekannte Hofbühne der Sixtina. Die eine oder andere kleine technische Panne suchte uns heim: Erst hatte Sandrine einen Wackelkontakt an ihrer Violine, dann versagten die Akkus meiner Gesangs-Funkstrecke, die Frank geistesgegenwärtig mit großen Gesten austauschte, während ich unbeirrt weiterspielte. Auch die Akustik im Hof war nicht ganz einfach. Doch insgesamt war es ein echt cooles Konzert! Und das WGT-Publikum erwies sich einmal mehr als äußerst dankbar. Nächstes Jahr werden wir es garantiert wieder heimsuchen!

Zu den BachSpielen nahmen wir dann auch die Percussion hinzu. Wir hatten ja noch ein paar Wochen, diese auszugestalten, und so rückten wir mit Cajon, Snare und Becken an. Auch hier gab es ein Déjà vue: Wir trafen auf ein bunt gemischtes, begeistertes und zahlreiches Publikum. Da konnte auch Sandrine nicht anders als zu strahlen, obwohl sie sich kurz zuvor bei einem unglücklichen Sturz die Hände aufgeschlagen hatte und daher das Geigespielen nicht ganz so angenehm war. Wenn alle unsere Tourkonzerte im Herbst so schön werden wie diese beiden, dann wird die Tour genial! Apropos Tour: Diese hält uns ebenfalls bereits gut beschäftigt. Von Vertragsverhandlungen über Merch gestalten bis hin zu allerlei organisatorischen Aufgaben vom Einrichten unseres neuen Backingsystems bis Zollbestimmungen haben wir hinter den Kulissen einiges vorzubereiten. Und das Release will schließlich auch geplant und organisiert werden! Also selbst, wenn ihr erst einmal nicht so viel von uns hört: Wir liegen nicht auf der faulen Haut! Laut wird's demnächst ja auch wieder, beim Stemweder Open Air Festival. Und zwar mit vollem Metalbrett! Wir freuen uns schon!