21.04.2012 | Zu Gast in Freiberg

Gestern Abend ging's nach Freiberg. Nachdem wir die Herausforderung, zur Feierabendzeit im Slalom um diverse dank Baustellen gesperrte Straßen durch Leipzig zu kommen, erfolgreich gemeistert hatten (wir brauchten für den Weg zum Proberaum genauso lange wie von dort nach Freiberg), trafen wir - zunächst auf Poller, die google-maps offensichtlich nicht kannte. Nachdem aber auch dieses letzte Hindernis umschifft war, konnte es losgehen. Pünktlich trafen alle 3 Bands ein und nach einer kurzen Begrüßung ging's für uns auch schon zum Soundcheck.

Das Train Control zeigte im Interieur einen familiären Charme: gemütliche Sitzecken und supersaubere Toiletten ließen neben den herzlichen Veranstaltern sogleich Wohlfühlatmosphäre aufkommen.

Nachdem sich gegen 21 Uhr langsam aber sicher das Freiberger Publikum im Train Control sammelte, startete Bathory Aestate mit einer technisch anspruchsvollen und äußerst soliden Leistung. Langsam stellte sich auch für uns Konzertatmosphäre ein. Drac Noroc schloss sich mit einer etwas an eine Mischung aus Unheilig und In Extremo erinnernden Bühnenshow an.

Unser Auftritt hatte einen kleinen Wehmutstropfen: Wir rückten dieses Mal ohne Violine aus. Dafür gab es die eine oder andere Violinenpassage klaviergespielt, gesungen und vergitarrt. Für uns war der Gesamtsound daher ein wenig ungewohnt - das hinderte uns aber nicht daran, uns voll in die musikalische Darbietung zu stürzen. Was schnell zu übersteuertem Gesang führte - also hieß es etwas leiser singen und den einen oder anderen Ton runteroktavieren, wir wollten schließlich unser Publikum nicht foltern. Obwohl die Stunde bereits fortgeschritten war, verging die Bühnenzeit für uns einmal mehr wie im Flug.

Und mit der Aussicht, heute definitiv nicht ausschlafen zu können, machten wir uns auf den Heimweg, denn ein langer Probetag lag vor uns...