25.02.2012 | Konzertbericht zur Female Fronted Metal Night

Was tut eine Band, die gerade vollkommen erschöpft aus dem Studio kommt? In unserem Fall lautet die Antwort: Sie verschwindet in den Proberaum, um ohne Rücksicht auf Verluste das nächste Konzert vorzubereiten.

Am Freitag stand Ronnys Live-Premiere mit molllust an und die wollte natürlich vorbereitet sein. Also hieß es Donnerstagabend und Freitagmittag: Proben und sich richtig aufeinander einspielen, damit live niemand bemerken würde, dass die Band zuvor in dieser Formation genau 2 Probewochenenden zusammengespielt hat - als Studiovorbereitung.

Der Konzertabend startete, aber gefühlt wollte so recht kein Adrenalin hinzukommen. Es wirkte, als wenn es genau so gehört und nicht anders, geradezu selbstverständlich ließen wir die Darbietungen von After the Silence und Canterra auf uns wirken, ehe wir die Bühne betraten.

Der Mantel fiel, man hörte das eine oder andere "Pssst!" und der Auftritt begann. In der kurzen Zeit haben wir es irgendwie geschafft, derart zusammenzuwachsen, dass es einfach lief. Frank schüttelte kräftig die Mähne, Janika hämmerte und fegte mit ihrer Stimme dem Publikum diverse Emotionen um die Ohren, Ronny sorgte für den passenden Druck dahinter oder dekorierte wahlweise ganz entspannt mit Filzschlägeln, der Bass schob mit und die Streicher sorgten für gefühlvolle Momente. Und dann war es auch schon vorbei, gefühlt viel zu schnell.

Nach dem einen oder anderen Plausch und den allgemeinen Abbauarbeiten gönnten wir uns die ersten ruhigen Minuten. Die Mägen wurden gefüllt, dann der Studio-Zwischenstand der Stereoanlage anvertraut und eine dreisame Stunde von Ronny, Frank und mir lauschend auf der Couch verbracht. Ein Ende fand der Abend schließlich in der Vernunft der Herren - Zeit fürs Bett. Ich hatte das für mich schon längst geregelt, ich schlummerte bereits selig zwischen den beiden.